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Mittwoch, 24. August 2011

Jesus (der Friede sei mit ihm) im Qur'an 4: Der Jüngstge Tag - Jesus selbst wird alles aufklären!

Zum Abschluss der Serie über die Qur'anverse über Jesus (sas) folgt, wie Jesus geehrt wird am Jüngsten Tag und wie er sich selbst äußern wird über den Glauben, den er überbrachte und das, was damit geschah. Außerdem werden wir sehen, wie er auf Muhammad (sas) hingewiesen und ihn angekündigt hat.


Jesus am Jüngsten Tag


Al Ma'ida

Am Tage, da Allah die Gesandten versammeln wird, wird Er sprechen: «Welche Antwort empfinget ihr?» Sie werden sagen: «Wir haben kein Wissen, Du allein bist der Wisser der verborgenen Dinge.» Wenn Allah sagen wird: «O Jesus, Sohn der Maria, gedenke Meiner Gnade gegen dich und gegen deine Mutter; wie Ich dich stärkte mit der heiligen Offenbarung - du sprachest zu den Menschen sowohl im Kindesalter wie auch im Mannesalter; und wie Ich dich die Schrift und die Weisheit lehrte und die Thora und das Evangelium; und wie du aus Lehm etwas in Gestalt eines Vogels formtest auf Mein Geheiß, dann hauchtest du ihm (einen neuen Geist) ein und es wurde ein beschwingtes Wesen nach Meinem Gebot; und wie du die Blinden heiltest und die Aussätzigen auf Mein Gebot; und wie du die Toten erwecktest auf Mein Geheiß; und wie Ich die Kinder Israels von dir abhielt, als du mit deutlichen Zeichen zu ihnen kamst, die Ungläubigen unter ihnen aber sprachen: "Das ist nichts als offenkundige Täuschung".» (5:109-110)


Hier wird uns eine Szene am Tage des Gerichts vorgestellt, die die Verantwortung und auch die Grenzen jener Männer Allahs beschreibt, die entsandt wurden, Allahs Botschaft den Menschen zu predigen -hier mit besonderer Bezugnahme auf die Botschaft Isas, Allahs Segen und Frieden auf ihm. Die Gesandten wurden geschickt, um die Wahrheit zu verkünden. Es war für sie unvorstellbar und liegt außerhalb ihrer Verantwortung, welche phantastischen Formen ihre Botschaft durch die Reaktion der Menschen darauf angenommen hat. (Jusuf 'Ali)

Die Ansprache wird in aller Öffentlichkeit vor seinen Anhängern, die ihn zu Allah erhoben und angebetet haben, an 'Isa (Allahs Segen und Frieden auf im) gerichtet; vor den Anhängern, die Geschichten und Übertreibungen um ihn und um seine Mutter erdichtet haben. Zuerst wird er an die vielen Gnadenerweise Allahs an ihm und an seiner Mutter erinnert, und die Wunder werden aufgeführt, die ihm Allah mitgab, durch die die Menschen zur Religion geführt werden sollten. Als erstes wird die Unterstützung durch den heiligen Geist in seiner Kindheit erwähnt, so dass er im Säuglingsalter mit den Menschen redete. Dann die Freisprechung seiner Mutter von den Anschuldigungen, die seine ungewöhnliche Geburt aufgeworfen hatte, alsdann die Fähigkeit, im Mannesalter zu den Menschen zu sprechen, um sie zum Iman an Allah aufzurufen; dass ihm das Lesen beigebracht und ihm die Fähigkeit verliehen wurde, in allen Angelegenheiten mit Weisheit zu urteilen. Allah lehrte ihn die Thora, die bei den Kindern Israels bereits vorhanden war, und das Evangelium, das ihm Allah offenbarte. Ihm wurde auch die Vollbringung mancher Wunder mitgegeben, wozu kein Mensch fähig wäre, außer mit Allahs Ermächtigung. (Qutb)

Der Begriff "tayr" (Vogel) wird im vorislamischen Sprachgebrauch wie auch im Qur’an oft im Sinne von" Schicksal' , benutzt. Beispiele für diesen idiomatischen Gebrauch der Begriffe sind in allen maßgeblichen Lexika zu finden. Auf diese Weise wird auf die von Isa, Allahs Segen und Frieden auf ihm, so geliebte gleichnishafte Art darauf hingewiesen, wie er aus dem "Lehm" des (sehr materialistischen -Anm. d. Übers.) Lebens der Kinder Israel für sie die Zukunftsperspektive geistiger Erhebung schafft, und dass diese Zukunftsperspektive, belebt durch Allahs Inspiration, durch Seinen Willen und mit ihrem Glauben, in ihrem Leben verwirklicht werden kann. (Asad)

Das Wunder der Lehmvögel ist in einigen der apokryphen Evangelien zu finden. Ob es sich hier um ein Gleichnis oder um eines der Wunder Jesu, Allahs Segen und Frieden auf ihm, handelt, entzieht sich unserem begrenzten menschlichen Wissen -Anm. d. Übers.


Als Ich die Jünger bewog, an Mich und an Meinen Gesandten zu glauben, da sprachen sie: «Wir glauben, und sei Zeuge, dass wir gottergeben sind.» Als die Jünger sprachen: «O Jesus, Sohn der Maria, ist dein Herr imstande, uns einen Tisch mit Speise vom Himmel herabzusenden?», sprach er: «Fürchtet Allah, wenn ihr Gläubige seid.» Sie sprachen: «Wir begehren davon zu essen, und unsere Herzen sollen in Frieden sein, und wir wollen wissen, dass du Wahrheit zu uns gesprochen hast, und wollen selbst davon Zeugen sein.» Da sprach Jesus, Sohn der Maria: «O Allah, unser Herr, sende uns einen Tisch vom Himmel herab mit Speise, dass er ein Fest für uns sei für den Ersten von uns und für den Letzten von uns, und ein Zeichen von Dir; und gib uns Versorgung, denn Du bist der beste Versorger.» Allah sprach: «Siehe, Ich will ihn niedersenden zu euch; wer von euch aber danach undankbar wird, den werde Ich strafen mit einer Strafe, womit Ich keinen andern auf der Welt strafen werde.» (5:111-115)


Ma'ida bedeutet nicht nur "ein Tisch mit Speisen darauf", sondern auch "Speisen an sich" ohne einen Tisch. In diesem Zusammenhang ist möglicherweise nicht von einem Tisch die Rede. Es geht wohl um ein Wunder von zubereiteter himmlischer Speise, um das die Jünger baten. (Darjabadi)

Die Geschichte von der himmlischen Speise wird in den Evangelien, wie sie heute bestehen, oder in anderen Schriften der Christen nicht erwähnt. Die heute in der Bibel enthaltenen Evangelien sind nicht identisch mit dem Evangelium (Indschil), das Allah Jesus (Allahs Segen und Frieden auf ihm) offenbart hat; jedoch erscheint in den biblischen Evangelien ein Anklang an dieses Speisewunder in einer abgewandelten Form, beispielsweise in Matthäus 15:32-38: "Und Jesus rief seine Jünger zu sich und sprach: Es jammert mich des Volkes; denn sie sind nun schon drei Tage lang bei mir und haben nichts zu essen, und ich will sie nicht ohne Speise von mir lassen, auf dass sie nicht verschmachten auf dem Wege. Da sprachen zu ihm seine Jünger: Woher sollen wir soviel Brot nehmen in der Wüste, dass wir so viel Volk sättigen? Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viel Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben und wenige Fischlein. Und er hieß das Volk sich lagern auf die Erde und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, und die Jünger gaben sie dem Volk. Und sie aßen alle und wurden satt; und hoben auf, was übrig blieb von Brocken, sieben Körbe voll. Und die da gegessen hatten, waren viertausend Mann, ohne die Frauen und Kinder." Ähnliche Versionen sind in den anderen biblischen Evangelien zu finden. (Qutb)

Die Worte Isas, Allahs Segen und Frieden auf ihm zeigen deutlich, dass er die Forderungen seiner Jünger nicht befürwortet, denn sie beinhalten einen naiven Wunsch nach Wundem als Beweis für Allahs Wohltaten. (Siddiqi)

Trotz Jesu (Allahs Segen und Frieden auf ihm) Ermahnung zur Gottesfurcht bestehen jedoch die Jünger weiterhin auf ihrer Bitte, Sie wollen von diesen einzigartigen Speisen essen, die auf dieser Erde nicht ihresgleichen haben, und mit diesem Wunder, das sich vor ihren Augen vollzogen hat, ihre Herzen beruhigen. (Qutb)

Nachdem er sich vergewissert hatte, dass in der Bitte der Jünger keine Respektlosigkeit oder Arroganz enthalten war. (Darjabaadi) Das heißt: Als Jesus (Allahs Segen und Frieden auf ihm) die Aufrichtigkeit ihrer Absicht erkannt hatte und dass sie nicht Allahs Macht auf die Probe stellen wollten, sprach er diese Bitte aus. (Al-Manar)


Und wenn Allah sprechen wird: «O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesprochen: "Nehmet mich und meine Mutter als zwei Götter neben Allah"?», wird er antworten: «Gepriesen seiest Du! Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, Du würdest es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du im Sinn trägst. Du allein bist der Wisser der verborgenen Dinge. Nichts anderes sprach ich zu ihnen, als was Du mich geheißen hast: "Betet Allah an, meinen Herrn und euren Herrn." Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte, doch seit Du mich sterben ließest, bist Du der Wächter über sie gewesen; und Du bist aller Dinge Zeuge. Wenn Du sie strafst, sie sind Deine Diener, und wenn Du ihnen verzeihst, Du bist wahrlich der Allmächtige, der Allweise.» Allah wird sprechen: «Das ist ein Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit Nutzen bringen soll. Für sie sind Gärten, durch die Ströme fließen; darin sollen sie weilen ewig und immerdar. Allah hat an ihnen Wohlgefallen, und sie haben Wohlgefallen an Ihm; das ist die große Glückseligkeit.» Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und was zwischen ihnen ist; und Er hat die Macht über all Dinge. (5:116-120)


Der Begriff "Mutter Gottes" wurde zuerst von einigen Theologen in Alexandria geprägt. Obwohl dieser Begriff beim Volk großen Anklang fand, war die Kirche zunächst nicht geneigt, die Lehre zu akzeptieren, und erklärte die Marienverehrung für Irrglauben. Beim Konzil von Ephesus 431 n.C. wurde der Begriff schließlich offiziell von der Kirche benutzt. Infolgedessen verbreitete sich die Marienverehrung lawinenartig sowohl innerhalb als auch außerhalb der Kirche, bis zur Zeit der Offenbarung des Qur’an die Verehrung der "Mutter Gottes" die des "Vaters" und des "Heiligen Geistes" in den Schatten gestellt hatte. Statuen von ihr wurden in den Kirchen aufgestellt, und sie wurde verehrt, angebetet und ange­rufen. Als größte Quelle christlicher Zuversicht galt es, ihre Hilfe und ihren Schutz zu erlangen. Obwohl die Protestanten nach der Reformation alles dransetzten, die Marienverehrung zu bekämpfen, hängt die katholische Kirche ihr immer noch an. (Maududi)

Jesus (Allahs Segen und Frieden auf ihm) beschließt seine Antwort mit einer uneingeschränkten, Ermächtigung Allahs in der Sache seiner Anhänger. Er stellt nicht nur fest, dass ihre Verehrung Allah allein gebührt, sondern auch, dass Er die Macht besitzt, ihnen zu vergeben oder sie zu bestrafen, wie es Seiner Weisheit entspricht. (Qutb)

Mit diesem Vers wird die christliche Lehre der stellvertretenden Sühne zurückgewiesen. Allah allein ist der Richter und sonst niemand, auch nicht Seine Gesandten, einschließlich Jesus (Allahs Segen und Frieden auf ihm.) (Siddiqi)


Mariam

An dem Tag, an dem Wir die Gottesfürchtigen vor dem Barmherzigen versammeln werden als Ehrengäste, und wir die Sünder zur Hölle hinabführen werden, wie Vieh zur Wasser stelle, soll niemand imstande sein, Fürsprache einzulegen außer denen, die vom Barmherzigen ein Versprechen entgegengenommen haben. (85-87)


Nach Ansicht der klassischen Kommentatoren einschließlich einiger besonders hervorragender Gefährten des Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, bedeutet der „Bund mit Allah" (oder das Versprechen von Allah) hier die Erkenntnis seiner Einheit und Einzigartigkeit. Folglich können, wie Rasi betont, selbst Menschen, die große Fehler gegangen haben, auf Allahs Vergebung hoffen - symbolisch ausgedrückt durch das Recht auf „Fürbitte", das am Jüngsten Tag den Propheten Muhammad, Allahs Segen und Frieden auf ihm, gewährt wird, vorausgesetzt, dass jene Menschen zu Lebzeiten sich der Existenz und Einheit Gottes bewusst waren. (Asad)


Und sie sagen: „Der Allerbarmer hat sich einen Sohn zugesellt.". Ihr bringt da fürwahr etwas Abscheuliches vor! Beinahe möchten die Himmel darüber auseinander brechen und die Erde sich spalten und die Berge zertrümmert niederstürzen, dass sie dem Allerbarmer einen Sohn zuschreiben.Es geziemt dem Allerbarmer nicht, Sich einen Sohn zuzugesellen. (88-92)


So entsetzlich ist eure Lästerung. In einem der apokryphen Evangelien weist Jesus, Allahs Segen und Frieden auf ihm, die Verehrung seiner Anhänger selbst mit den Worten zurück: „Hebt euch hinweg von hier, ihr Besessenen, denn ich fürchte, die Erde könnte sich spalten und mich und euch verschlingen eurer furchtbaren Worte wegen." (Darjabadi)

Der Gedanke, Allah könnte einen „Sohn" haben - sei es im tatsächlichen oder metaphorischen Sinne dieses Wortes - würde einen gewissen Grad an Ähnlichkeit zwischen „Vater" und „Sohn" voraussetzen. Allah ist jedoch in jeder Hinsicht einzigartig, und „nichts ist Ihm gleich" (vergleiche Suura 112:4). Die Vorstellung von einer „Nachkommenschaft" impliziert darüber hinaus eine organische Fortführung dessen, der sich fortpflanzt, oder eines Teiles von ihm, in einem anderen Wesen, und setzt daher eine gewisse Unvollständigkeit vor der „Fortpflanzung" (oder „Inkarnation") voraus. Der Gedanke der Unvollkommenheit aber, in welchem Sinne auch immer, negiert die Vorstellung von Allah überhaupt. (Asad)

Abu Huraira berichtet, dass der Prophet Allahs gesagt hat: „Der Sohn Adams hat Mich der Lüge bezichtigt, was ihm nicht zusteht, und Mich beleidigt, was ihm ebenfalls nicht zusteht. Er bezichtigt Mich der Lüge, indem er sagt: „Er wird mich nicht wieder zurückbringen, wie Er mich entstehen ließ", wobei die Ersterschaffung für Mich nicht leichter ist als ihre Wiederherstellung. Und was seine Beleidigung Mir gegenüber angeht, so ist das seine Behauptung, Ich habe Mir einen Sohn zugesellt, wobei Ich Der Einzige bin, Der ewig Unabhängige, Der weder gezeugt hat, noch gezeugt wurde, und keiner ist Mir gleich." (Al-Buchari)


Es gibt niemanden in den Himmeln und auf Erden, der nicht als Diener zum Allerbarmer kommt. Er kennt sie alle einzeln und hat ihre Zahl genauestens vermerkt. Und am Tag der Auferstehung werden sie alle einsam, nackt und bloß zu Ihm kommen. (83-95)


Ohne Helfer oder Gefolge. In der unvermeidlichen Einzigartigkeit seiner Individualität wird das begrenzte Ich dem unendlichen Ich gegenübertreten, um selbst die Folgen seiner vergangenen Handlungen zu sehen und die Möglichkeit für seine Zukunft zu beurteilen. (Darjabadi)


So
haben Wir ihn fürwahr leicht verständlich gemacht in deiner Sprache, damit du mit ihm den Gottesfürchtigen die Verheißung verkünden und die Streitsüchtigen warnen kannst.


Die Verheißung Muhammads durch Jesus (der Friede sei mit ihnen)


As-Saff

Und da sagte Moses zu seinem Volk: „O mein Volk, warum kränkt ihr mich, wo ihr doch wisset, dass ich Allahs Gesandter bei euch bin?" Als sie dann abschweiften, da ließ Allah ihre Herzen abschweifen. Und Allah leitet kein frevelhaftes Volk. (5)


Allah zwingt die Menschen nicht auf den rechten Weg zurück, wenn sie es darauf abgesehen haben, einen Weg des Unrechts und des Ungehorsams zu gehen. Daraus folgt, dass der Niedergang eines Menschen und eines Volkes letztendlich von dem Menschen oder dem Volk selbst herbeigeführt wird. Allahs Gesetzmäßigkeiten erlauben denen, die irregehen wollen, dies auch zu tun. Allah hat den Menschen die Entscheidungsfähigkeit gegeben. Zwang in dieser Hinsicht würde dem Plan der Prüfung des Menschen und seiner Verantwortlichkeit vor Allah widersprechen. (Mawdudi)


Und da sagte Jesus, der Sohn der Maria: "O ihr Kinder Israels, ich bin Allahs Gesandter bei euch, der Bestätiger dessen, was von der Thora vor mir gewesen ist, und Bringer der frohen Botschaft eines Gesandten, der nach mir kommen wird. Sein Name wird Ahmad sein." Und als er zu ihnen mit den Beweisen kam, sagten sie: "Das ist ein offenkundiger Zauber." (6)


„Sihr“ bedeutet hier nicht wirklich Magie, sondern Täuschung und Betrug. Damit bedeutet der Vers: „Als der Prophet kam, den Jesus verheißen hatte, und eindeutige Zeichen seines prophetischen Auftrages brachte, bezeichneten die Kinder Israels und die Christen seinen Anspruch, ein Prophet zu sein, als Täuschung und Betrug.“ (Mawdudi)

„Ahmad oder Muhammad“ („der Gelobte“) ist fast eine genaue Übersetzung des griechischen Wortes „Periclytos“. Im heute vorliegenden Johannesevangelium (vgl. Joh. 14:16, 15:26 und 16:7) steht das Wort „Tröster“ für das griechische Wort Paracletos, das wörtlich jemanden bezeichnet, der sich für jemanden einsetzt, jemandem hilft, ihm ein lieber Freund ist. Unsere Gelehrten wandten dagegen ein, dass Paracletos eine Entstellung des Wortes Periclytos ist und in der ursprünglichen Aussage Jesu unser Prophet mit dem Namen Ahmad genannt wurde. Aber selbst wenn das Wort Paracletos richtig ist, kann es auf den Propheten Muhammad angewendet werden, der „eine Barmherzigkeit für die Welten“ (vgl. Sure 21:107) und „gütig, barmherzig gegen die Gläubigen“ (vgl. Sure 9:128) ist. (Yusuf Ali)


Und wer ist ungerechter als der, der gegen Allah eine Lüge erdichtet während er selbst zum Islam aufgerufen wird? Und Allah leitet kein ungerechtes Volk. (7) Sie wollen Allahs Licht mit ihren Mündern auslöschen, doch Allah wird Sein Licht vollenden, auch wenn die Ungläubigen es verwünschen. (8)


Ablehung des Zölibats


Al-Hadid

Dann ließen Wir Unsere Gesandten ihren Spuren folgen; und Wir ließen (ihnen) Jesus, den Sohn der Maria, folgen, und Wir gaben ihm das Evangelium. Und in die Herzen derer, die ihm folgten, legten Wir Güte und Barmherzigkeit. Doch das Mönchtum, das sie im Trachten nach Allahs Wohlgefallen erfanden – das schrieben Wir ihnen nicht vor; und doch befolgten sie es nicht auf die richtige Art. Dennoch gaben Wir denen von ihnen, die gläubig waren, ihren Lohn, aber viele von ihnen waren Frevler. (27)


Mönchtum oder Klosterwesen. Damit ist alles gemeint, was übertriebene Askese und besonders auch absichtliche Ehelosigkeit bedeutet (Daryabadi)

Eine extrem asketische Haltung war eine typische frühchristliche Haltung, die jedoch vom Islam abgelehnt wird. (Asad)

Die Wurzel „rabh“, von der das Wort „rahbaniya“ (Mönchtum, Askese) abgeleitet ist, bedeutet Angst; „rahbaniya“ wäre damit eine Lebensweise, die Angst und Furcht widerspiegelt – in diesem Falle die Angst eines Menschen vor Tyrannei oder auch den Versprechungen dieser Welt.


Jesus (der Friede sei mit ihm) im Qur'an 3: Der größte Fehler der Kirche - die Lehre der Dreieinigkeit

In diesem Post kommen wir zu dem wohl größten Unterschied zwischen der Lehre der Kirche und dem Islam: die Lehre der Dreieinigkeit. Die Kirche lehrt, dass Gott aus dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist bestünde. Dies war keinesfalls immer so, denn die frühen Christen kannten dieses Dogma nicht, welches erst durch ein Vatikanisches Konzil ins Leben gerufen wurde (nachzulesen im Detail in der Serie: Die Verschwörung der Freunde Satans - die Rolle der Führung der katholischen Kirche). Die Muslime haben mit dieser Lehre ein ernsthaftes Problem, da es die Grenze überschreitet, welche diejenigen, die ihr folgen, zu Götzendienern macht und damit zu Ungläubigen. Der Glaube an die Teilhaberschaft von irgendjemandem oder irgendetwas an der Allmacht Allahs ist nach islamischer Auffassung Schirk; eine Sünde, die Allah nicht vergibt, solange man an ihr festhält. Deshalb wird im Qur'an eindringlich davor gewarnt, der Lehre der Dreieinigkeit anzuhängen und sich damit selbst der Gnade Allahs zu berauben:


  1. Ablehung der Dreieinigkeitslehre


An-Nisa

O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurem Glauben und sagt von Allah nichts als die Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, Sohn der Maria, ist nur der Gesandte Allahs und Sein Wort, das Er Maria entboten hat und von Seinem Geist. Darum glaubt an Allah und Seinen Gesandten, und sagt nicht: „Drei.“ Lasst (davon) ab – das ist besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Es liegt Seiner Herrlichkeit fern, Ihm ein Kind zuzuschreiben. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und Allah genügt als Anwalt. (4:171)


Im Qur’an wird unterschieden zwischen den Götzendienern und den Schriftbesitzern, die eine Rechtleitung erhalten haben. Götzendienst ist eine sehr schwere Sünde und die Christen werden immer wieder eindringlich gewarnt, nicht in diese Falle zu tappen, indem sie einen Menschen zum Gott erklären.


Al-Maida

Und auch mit denen, die sagen: „Wir sind Christen“, schlossen Wir einen Bund; auch diese haben dann einen Teil von dem vergessen, wozu sie gemahnt wurden. Darum erregten wir Feindschaft und Hass unter ihnen bis zum Tage der Auferstehung. Und Allah wird sie wissen lassen, was sie getan haben. O Leute der Schrift, Unser Gesandter ist nunmehr zu euch gekommen, um euch vieles zu enthüllen, was ihr von der Schrift geheim gehalten habt, und (er ist zu euch gekommen,) um gegen vieles Nachsicht zu üben. Wahrlich, zu euch sind ein Licht von Allah und ein klares Buch gekommen. Damit leitet Allah jene, die Sein Wohlgefallen suchen, auf die Wege des Friedens, und Er führt sie mit Seiner Erlaubnis aus den Finsternissen zum Licht und führt sie auf den geraden Weg. Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Messias, der Sohn der Maria.“


Der Römische Kaiser Konstantin, der vom Heidentum zum Christentum übertrat. Wählte ohne genauere Kenntnis des Christentums, die letztere Ansicht. Er ließ seine Anhänger gegen ihre Widersacher kämpfen und vertrieb die Anhänger anderer Glaubensrichtungen, insbesondere diejenigen, die an die alleinige Gottheit des Vaters und die menschliche Natur Jesu glaubten.


Sprich: „Wer vermochte wohl etwas gegen Allah (auszurichten), wenn Er den Messias, den Sohn der Maria, seine Mutter und jene, die allesamt auf der Erde sind, vernichten will? Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen beiden ist. Er erschafft, was Er will; und Allah hat Macht über alle Dinge. Und es sagen die Juden und die Christen: „Wir sind die Söhne Allahs und seine Lieblinge.“ Sprich: „Warum bestraft Er euch dann für eure Sünden? Nein, ihr seid Menschen von denen, die Er erschuf.“ Er vergibt, wem er will, und Er bestraft, wen er will. Und Allahs ist das Königreich der Himmel und der Erde und dessen, was zwischen beiden ist, und zu Ihm ist die Heimkehr. O Leute der Schrift, zu euch ist nunmehr Unser Gesandter nach einer Zeitspanne zwischen den Gesandten gekommen, um euch aufzuklären, damit ihr nicht sagen könnt: „Kein Bringer froher Botschaft und kein Warner ist zu uns gekommen. Und Allah hat Macht über alle Dinge. (5:17-19)


Die Juden und die Christen wollten mit ihrer Behauptung, sie seien Allahs Kinder und Lieblinge, sagen, dass Allah sie für ihre Vergehen nicht bestrafen werde, und dass sie in die Hölle nur für einige Tage kommen würden, wenn überhaupt. Das würde aber heißen, dass Allahs Gerechtigkeit nicht ihren Lauf nehmen wird, und dass Er – der Erhabene – einige Seiner Diener bevorzugt und sie auf Erden Unheil stiften lässt, ohne sie dafür zu bestrafen wie die anderen Unheilstifter. Was für ein Unheil würde aus dieser Vorstellung entstehen!


Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Messias, der Sohn der Maria“, während der Messias doch selbst gesagt hat: „O ihr Kinder Israels, betet zu Allah, meinem Herrn, und eurem Herrn.“ Wer Allah Götter zur Seite stellt, dem hat Allah das Paradies verwehrt, und das Feuer wird seine Herberge sein. Und die Frevler sollen keine Helfer finden. Wahrlich, ungläubig sind diejenigen, die sagen: „Allah ist der Dritte von dreien“; und es ist kein Gott da außer einem Einzigen Gott. Und wenn sie nicht von dem, was sie sagen, Abstand nehmen, wahrlich, so wird diejenigen unter ihnen, die ungläubig bleiben, eine schmerzliche Strafe ereilen. Wollen sie sich denn nicht reumütig Allah wieder zuwenden und Ihn um Verzeihung bitten? Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. Der Messias, Sohn der Maria, war nur ein Gesandter; gewiß, andere Gesandte sind vor ihm dahingegangen. Und seine Mutter war eine Wahrhaftige; beide pflegten Speise zu sich zu nehmen. Siehe, wie Wir die Zeichen für sie erklären, und siehe, wie sie sich abwenden. Sprich: „Wollt ihr statt Allah das anbeten, was nicht die Macht hat, euch zu schaden oder zu nützen?“ Und Allah allein ist der Allhörende, der Allwissende. Sprich: „O Leute der Schrift, übertreibt nicht zu Unrecht in eurem Glauben und folgt nicht den bösen Neigungen von Leuten, die schon vordem irregingen und viele irregeführt haben und weit vom rechten Weg abgeirrt sind.“ (5:72-77)


Vergleiche Matthäus 4:10: „Du sollst anbeten Allah, deinen Herrn, und ihm allein dienen.“ Oder Lukas 18:19: „Was heißest du mich gut? Niemand ist gut als Allah allein.“ Jesus bezeichnete sich selbst nie als Sohn Allahs; dieser Titel wurde ihm wahrscheinlich von anderen verliehen und besagt nicht mehr, als dass sie ihn als den Messias anerkannten. Dass die trinitarische Taufformel nicht auf Jesus zurückgeführt werden kann, ist offenkundig und wird von allen unabhängigen Textkritikern anerkannt (Daryabadi)

Vergleiche Markus 12:29-30: „Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot ist das: Höre Israel, der Herr, unser Allah, ist allein der Herr. Und du sollst Allah, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüte und von all deinen Kräften.“ (Yusuf Ali)

Dass er Nahrung zu sich genommen hat ist im Leben Jesu – Allahs Friede sei mit ihm – sowie im Leben seiner wahrhaften Mutter eine Tatsache. Sie ist eine Eigenheit von erschaffenen Lebewesen und ein Zeichen des Mensch-Seins von Jesus und seiner Mutter. Wer Nahrung zu sich nimmt, stillt damit ohne Zweifel ein menschliches Bedürfnis, und es kann kein Allah sein, der dies tut, um zu leben. Denn Allah lebt, besteht und erhält Sich Selbst, ohne Essen zu benötigen. (Qutb)

Sowohl Jesus als auch seine Mutter waren sterbliche Menschen. (Daryabadi)


Und wenn Allah sprechen wird: „O Jesus, Sohn der Maria, hast du zu den Menschen gesagt: „Nehmt mich und meine Mutter als Götter neben Allah?“ wird er antworten: „Gepriesen seiest Du. Nie könnte ich das sagen, wozu ich kein Recht hatte. Hätte ich es gesagt, würdest Du es sicherlich wissen. Du weißt, was in meiner Seele ist, aber ich weiß nicht, was Du in dir hegst. Du allein bist der Allwissende des Verborgenen. Nichts anderes sagte ich zu ihnen, als das, was Du mich geheißen hattest: „Betet Allah an, meinen Herrn und euren Herrn.“ Und ich war ihr Zeuge, solange ich unter ihnen weilte, doch nachdem Du mich abberufen hattest, bist Du ihr Wächter gewesen; und Du bist der Zeuge aller Dinge. Wenn Du sie bestrafst, sind sie Deine Diener, und wenn Du ihnen verzeihst, bist Du wahrlich der Allmächtige, der Allweise.“ (5:116-118)


An-Nisa

171. O ihr Besitzer der Schrift! Begeht keine Übertreibung in eurer Religion.Und sagt nichts über Allah außer der Wahrheit. Wahrlich, der Messias, Jesus, der Sohn Marias, ist ein Gesandter Allahs und Sein Wort, das Er Maria zuteil werden ließ. Und Er gab ihm von Seinem Geist. Darum glaubt fest an Allah und Seine Gesandten und sprecht nicht Dreieinigkeit. Hört auf damit, das ist besser für euch. Wahrlich, Allah ist ein Einziger Gott. Gepriesen sei Er -wie könnte Er einen Sohn haben! Ihm gehört, was in den Himmeln und auf Erden ist. Und Allah genügt als Sachwalter.


Ebenso wie ein törichter Diener den Fehler begehen kann, in seinem Eifer für seinen Herrn zu weit zu gehen, so können in der Religion menschliche Übertreibungen oder Blasphemie führen oder etwas dem Geist dieser Religion völlig Entgegengesetztes bewirken. Die jüdischen Übertreibungen in Richtung auf Formalismus, Rassismus, Exklusivität und die Ablehnung Jesu sind anderswo an vielen Stellen angeprangert worden. Hier wird die christliche Haltung verurteilt, die Jesus zur Gottgleichheit erhebt, in einigen Fällen Maria fast abgöttisch verehrt, Allah einen leiblichen Sohn zuschreibt, und eine Dreieinigkeitslehre entwickelt hat, die der Vernunft völlig widerspricht und an die nach der Athanasischen Lehre jeder glauben muss, wenn er nicht zur Hölle verdammt werden will. Wir Muslime sollten uns davor hüten, in Exzesse zu verfallen, sei es in der Lehre oder im Formalismus. (Yusuf Ali)

Er ist sein Wort: Das heißt, durch Sein Wort geboren. (Daryabadi)

Er hat Jesus erschaffen durch den Befehl zum menschlichen Dasein, so wie an anderer Stelle im Qur’an gesagt ist: "Er erschafft, was Ihm gefällt. Wenn Er eine Sache beschließt, so spricht Er zu ihr: "Sei!", und sie ist." (Sura 3:47). Dieses schöpferische Wort gab Er Maria ein und schuf damit Jesus ohne leiblichen Vater, so wie Er Adam, Gottes Segen und Frieden auf ihm, ohne Eltern geschaffen hat. (Qutb)

Hier wird Jesus als "Geist von Allah" bezeichnet, und in Sura 2:253 wird gesagt, Allah habe Jesus mit dem "Heiligen Geist unterstützt". In beiden Fällen bedeutet dies, dass Allah Seinem Propheten Jesus einen Heiligen Geist geschenkt hat, der mit höchsten Tugenden erfüllt und eine Vollkommenheit an Wahrheit und Rechtschaffenheit war, ohne jeden Schatten des Bösen. Obwohl die Christen ursprünglich die gleiche Lehre erhalten hatten, überschritten sie auch in dieser Hinsicht das Maß und verwechselten den "Geist von Allah" mit "Allahs Geist" und veränderten den Sinn von "Heiliger Geist" in "Geist Allahs selbst", der in Jesus, Allahs Segen und Frieden auf ihm, eingegangen sei. Auf diese Weise entstand eine dritte Gottheit, der "Heilige Geist", neben Allahs und Jesus, Allahs Segen und Frieden auf ihm, woraus die Lehre von der Dreieinigkeit wurde, das heißt, die Lehre der Einheit der drei Personen (Vater, Sohn und Heiliger Geist) in einem Gott. (Maududi)

Bezüglich des Ausdruckes "ruhun minhu" ("Geist von Ihm") ist anzumerken, dass ruh im Qur’an auf verschiedene Weise gebraucht wird, beispielsweise im Sinne von "Inspiration" in Sura 2:87 und 53, aber auch in seiner ursprünglichen Bedeutung von "Lebensatem", "Seele" oder "Geist". So heißt es beispielsweise in Sura 32:9, wo von der ständig sich erneuernden Entwicklung des menschlichen Embryos die Rede ist: "... und dann formt Er ihn (den Menschen) und haucht ihm von Seinem Geist ein," das heißt, Er stattet ihn mit einer bewussten Seele aus, die Allahs größtes Geschenk für den Menschen ist und deshalb als "Hauch Seines Geistes" beschrieben wird. In diesem Vers, der die rein menschliche Natur Jesu betont und den Irrgedanken an seine Göttlichkeit zurückweist, unterstreicht der Qur’an, dass Jesus wie alle anderen Menschen eine "von Ihm erschaffene Seele" war. (Asad)


Der Messias hält es nicht für unter seiner Würde, ein Diener Allahs zu sein, und auch die Engel nicht, jene die Ihm am nächsten sind. Und wer den Dienst an Ihm für unter seiner Würde hält und hochmütig ist -Er wird sie allesamt bei Sich versammeln. (4:172)


Der Messias Jesus, der Sohn Marias, wird sich niemals zu erhaben fühlen, ein Diener Allahs zu sein. Denn er -Friede sei mit ihm -weiß als Allahs Prophet und Gesandter am besten um die Wahrheit der Göttlichkeit und die der Dienerschaft. Er weiß, dass diese zwei Dinge verschieden und nicht mit einander zu vereinen sind. Und er weiß am besten, dass er ein Geschöpf Allahs ist, und Allahs Geschöpfe können niemals wie Allah oder ein Teil von Ihm sein. Der Rang eines Dieners Allahs könnte niemals ihre Würde als Mensch schmälern, und wer dies tut, leugnet die Schöpfung und die Entstehung. Allah zeichnet die Gesandten und mit ihnen die nahegestellten Engel, die von Ihm auf das höchste geehrt und gewürdigt werden, mit dieser Rangstufe. (Qutb)

Jesus wachte und betete oft als demütiger Diener Allahs, und nach biblischem Bericht war sein Ringen im Garten Gethsemane voller menschlicher Würde, Leiden und Demut (vergleiche Matthäus 26:36-46).(Yusuf Ali)


Doch was jene angeht, die den Imaan verinnerlichen und gute Werke tun, denen wird Er ihren vollen Lohn geben, und mehren aus seiner Huld. Und was jene angeht, die (dies) für unter ihrer Würde halten und hochmütig sind, die wird Er mit einer schmerzlichen Strafe belegen. Und sie werden außer Allah weder einen Beschützer noch einen Helfer finden. (4:173)


At-Tauba

Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet! Sie haben sich ihre Schriftgelehrten und Mönche zu Herren genommen außer Allah; und den Messias, den Sohn der Maria. Und doch war ihnen geboten worden, allein den Einzigen Gott anzubeten. (9:30)


Yunus

Sie sagen: „Allah hat sich einen Sohn genommen.“ Gepriesen sei Er! Er ist der Sich-Selbst-Genügende. Sein ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Ihr habt keinen Beweis hierfür. Wollt ihr von Allah etwas behaupten, was ihr nicht wisset? Sprich: „Jene, die eine Lüge gegen Allah erdichten, werden keinen Erfolg haben.“ Eine Weile Genuss in dieser Welt – dann werden sie zu Uns heimkehren. (10:69)


Mariam

Und sie sagen: „Der Allerbarmer hat Sich einen Sohn genommen.“ Wahrhaftig, ihr habt da etwas Ungeheuerliches begangen! Beinahe werden die Himmel zerreißen und die Erde auseinander bersten und beinahe werden die Berge in Trümmern zusammenstürzen, weil sie dem Allerbarmer einen Sohn zugeschrieben haben. Und es geziemt dem Allerbarmer nicht, Sich einen Sohn zu nehmen. Da ist keiner in den Himmeln noch auf der Erde, der dem Allerbarmer anders denn als Diener sich nahen dürfte.(19:88-93)


Die Gläubigen

Allah hat sich keinen Sohn genommen, noch ist irgendein Gott neben Ihm; sonst würde jeder Gott mit sich fortgenommen haben, was er erschaffen hätte, und die einen von ihnen hätten sich sicher gegen die anderen erhöben. Gepriesen sei Allah und (Erhaben) über all das, was sie beschreiben! (23:91)


Der Goldschmuck

Sprich: „Hätte der Allerbarmer einen Sohn, so wäre ich der erste, der (ihn) angebetet hätte.“ Gepriesen sei der Herr der Himmel und der Erde, der Herr des Thrones, Der frei ist von all dem, was sie behaupten. So lass sie sich in eitler Rede ergehen und sich vergnügen, bis sie ihrem Tag begegnen, der ihnen angedroht wird. (43:81-83)


Nachkommen sind erforderlich, damit eine Person ihren Anteil zum Fortbestand der Menschheit leisten kann. Menschen verspüren darüber hinaus, das Bedürfnis, Kinder zu haben, die ihnen im Alter beistehen und im Krankheitsfall helfen. Gott ist ewig und bedürfnislos, Er braucht weder einen Sohn, um den Fortbestand Seiner Art zu sichern, noch um Ihm im Alter oder bei Enttäuschungen beizustehen. (Siddiqi)